StuBO - Studien- und Berufsorientierung in OWL
November 2004 - Dezember 2007
Die Peter Gläsel Stiftung unterstützte im Projekt "StuBO - Studien- und Berufsorientierung in OWL" 20 weiterführende Schulen dabei, ihr Konzept zur Studien- und Berufsorientierung noch akzentuierter zu strukturieren, zu optimieren und zielorientiert weiter zu entwickeln. Dabei standen den Projektkoordinatorinnen für jede Schulform qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer als Moderatorinnen und Moderatoren zur Betreuung der Projektschulen zur Seite.

Studien- und Berufsorientierung erfordert von Schülerinnen und Schülern eine realistische Selbsteinschätzung sowie eine aktive Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und individuellen Zielvorstellungen. Es handelt sich um einen systematischen und kontinuierlichen Prozess, der bereits frühzeitig in und außerhalb der Schule beginnt und neben Lehrerinnen und Lehrern auch Eltern, Unternehmensvertreter, außerschulische Institutionen und weitere Akteure einbezieht.
Folgende Instrumente wurden dabei eingesetzt:
Der Berufswahlpass
Als Element der Qualitätssicherung wurde der Berufswahlpass für die Schülerinnen und Schüler eingeführt: ein Ordner mit Angeboten zur Berufsorientierung, dem individuellen Weg der Schülerinnen und Schüler zur Berufswahl, der Möglichkeit zur Dokumentation sowie einem Lebensordner. Der Berufswahlpass erleichtert es Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Betrieben, der Berufsberatung der "Agentur für Arbeit", etc., den Prozess der Studien- und Berufsorientierung zu begleiten.
Die Projektkoordinatorinnen der Peter Gläsel Stiftung veranstalteten verschiedene Workshops zur Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer. Themen waren dabei Erfahrungsberichte zur Implementierung und Arbeit mit dem Berufswahlpass von Experten aus der Praxis, Präsentation von Materialien für den Berufswahlpass, gemeinsame Aktivitätenplanung mit den Lehrerinnen und Lehrern zur Einführung des Berufswahlpasses an der eigenen Schule sowie Austausch eigener Erfahrungen mit dem Berufswahlpass an den Projektschulen.
Somit kann der Berufswahlpass systematisch und effizient im Unterricht eingesetzt und fächerübergreifend bearbeitet werden.
Prozessmanagement
Das Instrument "Prozessmanagement", das aus der Wirtschaft stammt, wurde im schulischen Kontext eingesetzt und die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer wurden besonders geschult.
In einem ersten Schritt haben die StuBO-Teams der Projektschulen ihre Konzepte zur Studien- und Berufsorientierung in modular aufbauende und sinnvoll verknüpfte Prozess-Landschaften gebracht, die als Plakate in den Schulen öffentlich aushängen und den Jugendlichen den "Weg zum Beruf" aufzeigen.
In einem zweiten Schritt wurden die einzelnen Module zur Studien- und Berufsorientierung als Prozess-Detailablauf für die Lehrerinnen und Lehrer dargestellt, indem die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Module in kleinen Schritten beschrieben wurden.
Die Prozesse wurden am Computer erstellt, um diese jederzeit bearbeiten und aktualisieren zu können. In der Konsequenz entstand eine klare und leicht verständliche Struktur, so dass die einzelnen Prozesse zur Studien- und Berufsorientierung unabhängig von den betreuenden Personen in gleicher Qualität auch in den Nachfolgeklassen durchgeführt werden können.
Um den Verlauf der Studien- und Berufsorientierung kontinuierlich zu verbessern, werden die Module und Prozesse durch die StuBO-Teams ständig analysiert und neu angepasst.
StuBO - Stark in der Berufsorientierung!
StuBO (Berufsorientierung im Verbund) war ein Projekt im Rahmen des Programms "Schule-Wirtschaft/Arbeitsleben" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Von Herbst 1999 bis 31.12.2007 wurden in allen Bundesländern sowie bei den Sozialpartnern insgesamt 46 innovative Projekte gefördert. Die Projekte bearbeiteten auf unterschiedlichen Wegen die zahlreichen Orientierungs-, Kompetenz- und Koordinationsprobleme beim Übergang von der Schule in Arbeit und Beruf.